Zum Internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar:
Kaqchikel ist die Sprache des indigenen Volks der Kaqchikel in Guatemala und mit etwa einer halben Million Sprechern eine der meistgesprochenen Maya-Sprachen.
Für viele Menschen auch in unserem Partnerprojekt CEMAYA ist Kaqchikel ihre Muttersprache und Spanisch nur ihre Zweitsprache. Kaqchikel wird jedoch von Spanischsprechenden häufig abwertend betrachtet. In den staatlichen Schulen ist es verpönt.

Auch wenn man die Muttersprache im täglichen Gebrauch fließend spricht, ist man sich der Grammatikregeln und sprachlichen Feinheiten oft nicht bewusst. Der CEMAYA-Projektleiter Don Rafael Coyote bietet daher Kaqchikel-Sprachkurse an, damit die Menschen ihre eigene Sprache besser kennenlernen und auch schreiben lernen.
Auch können so das indigene Wissen und die eigene Geschichte unabhängig von der kolonialen Sicht schriftlich festgehalten werden. Und die Menschen können Stolz auf ihre Herkunft und ihre Kultur entwickeln – wichtig für ihr Selbstwertgefühl.

Dieses Bild zeigt Don Rafael vor dem rituellen Tzolkin-Kalender der Maya, wie er noch täglich verwendet wird. Er hat 260 Tage, das entspricht neun Monaten, dem Lebenszyklus der Grundnahrungspflanze Mais oder der Dauer einer Schwangerschaft.
Für die Kaqchikel-Kurse ebenso wie für die dafür benötigten Bücher sind wir weiterhin auf eure finanzielle Unterstützung angewiesen und sehr dankbar dafür! Helfen wir mit, dass sprachliche und kulturelle Vielfalt gewürdigt und gefördert wird und damit auch der Respekt für die Trägerinnen und Träger dieser Kultur!









Mit den Gewinnen aus dem Ladengeschäft unterstützt der Verein des Eine-Welt-Ladens seine Sozialprojekte in fünf Ländern des globalen Südens. Alle sind stark von der Pandemie betroffen. Bei CeMaya in Guatemala finden zur Zeit Nähkurse unter Pandemiebedingungen statt. Mit den Erlösen aus dem Verkauf von selbst gefertigter traditioneller Kleidung erzeugen Frauen ein eigenes Einkommen für sich und ihre Familien.