In diesem Jahr lädt die Faire Woche alle Interessierten ein, die Vielfalt des Fairen Handels zu erleben und kennenzulernen. Vom 12. bis zum 26. September beschäftigen wir uns mit den vielseitigen Dimensionen des Fairen Handels.

Zur Fairen Woche stellen wir die Schokoladenreihe „Fairafric – Made in Ghana“ in den Vordergrund. Ihr könnt einzelne Sorten verkosten und im Sonderangebot kaufen. Außerdem gibt es Produktproben und vegetarische Rezepthefte kostenlos.

Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen und ökologischen Herausforderungen macht die Faire Woche deutlich, wie breit aufgestellt der Faire Handel ist. Er vereint soziale Gerechtigkeit und den Schutz der ökologischen Vielfalt – zwei Aspekte, die gemeinsam den Weg zu einer lebenswerten und nachhaltigen Zukunft ebnen.

Hier gibt’s ein paar Bilder von unserem Beitrag zum Stadtfest!

Es waren zwei heiße Tage beim Stadtfest! Im Eine-Welt-Laden haben sich viele Interessenten umgesehen. Der Stand mit den unterschiedlichen Mangoprodukten wie Limes, Chutney, Fruchtaufstrich, Essig und natürlich Fruchtgummis fand Zuspruch, aber auch Taschen, Körbe und die sommerlichen Geschirrtücher wurden gekauft.

Draußen auf den Bänken und in den Liegestühlen war es im Schatten geradezu kühl, weil in der Pfarrgasse häufig ein leichter Wind geht. Draußen schmeckten Lemonaid und Mango-Lassi besonders gut!

Und hier noch einmal das begehrte Rezept für Mango-Lassi (für 2 Personen):
150 g Mango-Püree, 150 g Joghurt 1,5% Fett, 150 ml Wasser, 1 gut gehäuften Teelöffel Zucker in einen Mixbecher geben und kräftig aufschlagen. In zwei große Gläser geben und evtl. mit Minze dekorieren. Wer mag, kann auch mit etwas gemahlenem Kardamon würzen.

Das Mango-Püree von den Philippinen bekommt ihr bei uns. Es ist ohne Zusätze und ungeöffnet lange haltbar. Reste kann man gut einfrieren.

Die Kinderschutzorganisation PREDA wurde 1974 von dem irischen Priester und Menschenrechtspreisträger Pater Shay Cullen auf den Philippinen gegründet. Bis heute ist die Stiftung Anlaufstelle und Therapiezentrum für sexuell missbrauchte Kinder und Jugendliche und ehemalige Gefängniskinder.

Diese Jungen, ehemalige Straßenkinder, wohnen jetzt in PREDAs „Boys‘ Home“. Hier bekommen sie Hilfe und eine Perspektive.

Wir unterstützen die wichtige Arbeit von PREDA durch den Verkauf unserer WeltPartner-Mango-Produkte.
Anfang der 90er Jahre verfaulten auf den Philippinen Mangofrüchte mangels Nachfrage noch an den Bäumen. Heute sind sie eine wichtige Einkommensquelle für rund 500 Kleinbauernfamilien auf dem Land.

Durch die Zahlung fairer Preise für ihre Früchte finden sie neue Perspektiven. So kann durch die Ernte eines einzigen Mangobaumes das Schulgeld für zwei Kinder bezahlt werden. PREDA und WeltPartner verhindern damit die Landflucht und durchbrechen den Armutskreislauf, der für viele Kinder in der Prostitution oder auf den Straßen der Mega-Stadt Manila endet. Die ganze Geschichte findet ihr auf Mangos für Kinderrechte.

Immer noch müssen Kinder im Kakaoanbau schuften, vor allem in Westafrika. Daran ändern auch die dramatisch steigenden Schokoladenpreise kaum etwas.

 Denn infolge des Klimawandels haben Dürre, Unwetter und Pilzbefall in den letzten Jahren große Teile der Ernten zerstört. Besonders in den beiden Hauptanbauländern Elfenbeinküste und Ghana führen massive Ernterückgänge dazu, dass viele Bäuerinnen und Bauern kaum von den gestiegenen Preisen profitieren können. Wer wenig erntet, hat auch wenig zu verkaufen.

Hier hilft der faire Handel: Er unterstützt Bäuerinnen und Bauern aktiv bei der Umstellung auf nachhaltige Anbaumethoden. Er hilft dabei, die Landwirtschaft zu diversifizieren. Und er zahlt existenzsichernde Preise. So können Familien überleben, ohne dass die Kinder in der Landwirtschaft schuften müssen. Dann können sie zur Schule gehen und lernen. Und so wie unsere Kinder frohe Ostern feiern!

Das gefällt unseren fairen Osterhasen…

Vor kurzem habe ich einen jungen Mann kennen gelernt, der an der Universität Hohenheim studiert und arbeitet. Er erzählte mit Begeisterung vom fairen Handel, den er aus allernächster Anschauung kennt, denn er stammt aus dem tropischen Tiefland Boliviens und wuchs in einem Kakaodorf auf. Seine Herkunftsfamilie lebt heute noch vom Kakaoanbau und ist in der Produzentengenossenschaft „El Ceibo“ beheimatet, die ihren Kakao unter anderem an die Fairhandelsgesellschaft Gepa und an Rapunzel verkauft.

Das ist doch toll, dass junge Leute aus den bäuerlichen Familien nicht nur eine offensichtlich gute Schulausbildung bekommen, sondern es bis nach Europa zum Studieren schaffen können!

Ganz besonders liegt ihm übrigens der Agroforstanbau am Herzen, bei dem die Kakaobäume mit anderen Nutzpflanzen und Bäumen in pestizidfreiem Anbau fast wie in einem Naturwald zusammen wachsen. Er wird bei El Ceibo zunehmend umgesetzt.

Unsere Klangschalen werden in Nepal hergestellt. Die Werkstätten im Umkreis der Hauptstadt Kathmandu bieten seit ca. 10 Jahren einen sauberen und sicher ausgestatteten Arbeitsplatz. Es werden Schutzbrillen und Handschuhe gestellt, ein Abzug sorgt für saubere Luft, der Ofen steht separat. Das Handwerk wird vom Vater auf den Sohn weitergegeben, der schon im Kindesalter lernt, sich umsichtig und sicher in der Werkstatt zu bewegen.


Da Altmetall recycled wird, enthalten die Schalen bis zu 10erlei Metalle. Der größte Anteil ist Bronze. Die Schalen werden aus Eingeschmolzenem gegossen oder es werden Bronzeplatten getrieben (gehämmert), bis die Schalenform entsteht. Dann folgt eine Politur, damit das Metall glänzt. Für eine Schale benötigt der Handwerker eine bis mehrere Stunden. Gegossene Schalen klingen auf einen reinen Ton; gehämmerte Schalen haben oft Obertöne, die mitschwingen. Auch die Art des Klöppels beeinflusst den Klang.

Das Sonnenmodul, also der bisherige Deckel des Sonnenglases, ist jetzt auch separat erhältlich, sowohl in der großen Größe Classic als auch in Mini. Dieses sogenannte SOMO kann in vielen verschiedenen Situationen verwendet werden.

Zusammen mit einer neuen Halterung, dem „Adventure Mount“, kann man das SOMO Sonnenmodul aufrecht hinstellen, magnetisch befestigen, aufhängen, auf einem Stativ montieren oder als Kopfleuchte tragen. So kann man es vor allem draußen einsetzen, ob zum Campen, Wandern oder beim Picknick.

Weitere neue Funktionen und Einstellmöglichkeiten des SOMO Sonnenmoduls erklären wir euch gerne persönlich!

Von der Fairen Messe in Stuttgart haben wir viele neue Waren mitgebracht, auch viele neue Einkaufs- und Aufbewahrungskörbe.

Diese sogenannten Bolga-Körbe werden von Frauen in Ghana hergestellt. Obwohl Firmen aus verschiedensten Ländern die Körbe seit Jahren vertreiben, leben die Herstellerinnen noch immer in Armut.

Das liegt an den klassischen Vertriebswegen: Die Flechterinnen in den verstreut liegenden Dörfern stellen die Körbe in Arbeitsgruppen her und verkaufen sie dann an die Zwischenhändler, die sog. „Buyers“. Die Buyers verkaufen die Körbe auf dem lokalen Markt oder auch direkt ins Ausland. Dabei verdienen die Buyers in der Regel mehr als die Flechterinnen.  Wegen fehlender eigener Vertriebsstrukturen benötigen die Flechterinnen die Buyers als Zwischenhändler. Das bringt sie in eine schlechte Verhandlungsposition, so dass sie die niedrige Bezahlung akzeptieren müssen.

Im Fairen Handel ist dies anders! Gemeinsam mit den Gruppen der Flechterinnen wird eine langfristige Partnerschaft und faire Zusammenarbeit entwickelt. Dabei liegt ein großes Augenmerk auf der ausgezeichneten Qualität der Produkte.

Unsere neuen Schokoriegel kommen ganz ohne Emulgatoren aus. Hochwertiger Bio-Kakao und der Rohrohrzucker werden direkt von den Produzenten importiert – ohne unnötigen Zwischenhandel.
Ein Beispiel für die Herkunft des Kakaos: Sao Tomé e Principe ist ein kleiner Inselstaat im Golf von Guinea. Durch sein feucht-heißes Tropenklima gedeiht dort Kakao in erstklassiger Qualität, der unter anderem in unseren Schokoriegeln steckt. Durch Unterstützung des Fair-Handels-Unternehmens GEPA konnten sich die Bauern bio-zertifizieren lassen und Fermentierung und Trocknung des Kakaos selbst in die Hand nehmen. So erzielen sie heute angemessene Preise. Die Fair Trade-Prämie können sie in Bildung und bessere Lebensbedingungen investieren.

Die Fair-Packungen bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und die Innenfolien sind heimkompostierbar.