Die Bambusfächer werden in einer kleinen Werkstatt auf der Insel Java in Indonesien hergestellt. Dort arbeiten 24 Frauen beim Nähen und Kleben der Baumwollstoffe und zwei Männer, die den Bambus in Form schneiden. Das Einkommen aus der Fächerproduktion bildet den Hauptverdienst der Handwerker/innen, ihr Verdienst ist damit höher als bei anderen Tätigkeiten in der Region. So wird das traditionelle Handwerk gefördert, und es werden lokale Arbeitsplätze geschaffen.

Die einheimische Fairhandels-Vertriebsorganisation Arum Dalu für indonesische Handwerksprodukte ist die Schnittstelle zwischen den dörflichen Handwerkern und dem Markt in Übersee. Sie kümmert sich um den Einkauf der Baumwollstoffe, leistet Vorfinanzierung und Vorauszahlungen, berät die Handwerkergruppen bei der Produktentwicklung, der Qualitätssicherung und Preiskalkulation und hilft bei der Umsetzung der Fairhandels-Standards. Sie ist der Ansprechpartner für den deutschen Importeur Contigo Fairtrade.
Und wir in Weil der Stadt freuen uns über echte Bambusfächer, die ein bisschen fernöstliche Anmutungen in unseren europäischen Sommer bringen!

Macht’s euch gemütlich in den Strandstühlen vor unserem Laden!

Wer noch ein bisschen kreativ sein will, darf aus den Wörtern auf den Kissen und noch ein paar eigenen Inspirationen lustige Sätze bilden – Anregungen dazu gibt’s in der kleinen Box auf dem Tischchen.


Und dazu ein Lemonaid – ein Beitrag zu einer besseren, gerechteren Welt. Lemonaid bezieht seine Zutaten von Kleinbauern aus aller Welt. Bei allen wird nicht nur ökologisch, sondern auch sozial nachhaltig gewirtschaftet. Die Bauern bekommen faire Preise für Produkte, können langfristig planen – und so gut von der Landwirtschaft leben.

Mindestens einmal im Jahr bereisen die Limonadenmacher die Anbauregionen selbst und machen sich ein Bild von der Situation vor Ort.
Die Limonaden sind ausschließlich aus Fruchtsaft, Rohrzucker und Wasser hergestellt. Sie enthalten 5% bis 7% Bio-Rohrzucker pro Flasche. Im Vergleich zu anderen Erfrischungsgetränken ist das auffallend wenig. Schließlich soll der pure Geschmack der Direktsäfte erhalten bleiben!

 

Die Pflanzenseifen des Gepa-Handelspartners Palam Rural Centre aus Indien werden aus wertvollen Pflegestoffen wie Kokosnussöl hergestellt, ergänzt mit duftenden Ölen. Sie enthalten noch den natürlichen Glyzeringehalt der jeweiligen verwendeten Öle. Der Feuchtigkeitshaushalt der Haut wird positiv beeinflusst und die Haut trocknet nicht aus. Bei kommerziell gefertigten Seifen wird das wertvolle Glyzerin von der Seife getrennt und als Inhaltsstoff für viele andere, industriell gefertigte Produkte weiterverkauft. Außerdem werden herkömmliche Seifen in der Regel aus 75 – 85 % Rindertalg – einer vergleichsweise billigen Substanz – hergestellt und nur zu etwa 15 – 25 % aus Kokosnussöl. Palam bezieht die pflanzlichen Öle zum größten Teil von kleinen landwirtschaftlichen Kooperativen.

Die Extraktion und Herstellung der ätherischen Öle wird von Familienunternehmen nach traditionellen Methoden und jahrzehntelanger Erfahrung vorgenommen und dann von Palam bei der eigentlichen Herstellung der Seifen eingesetzt.

Bild: GEPA – The Fair Trade Company

Palam Rural Centre wurde 1978 im Bundesstaat Tamil Nadu gegründet. „Palam“ bedeutet soviel wie „BRÜCKE“ und kümmert sich vor allem um Menschen, die entsprechend dem indischen Kastenwesen v. a. der Kaste der „Unberührbaren“ angehören und ‚unreine‘ Arbeiten wie Lederarbeit verrichten mussten.
Die Aufträge für Lederverarbeitung sind jedoch in den letzten Jahren stark rückläufig gewesen. Die Seifenproduktion soll daher ausgeweitet werden und damit v. a. Frauen beschäftigt werden. Durch den Fairen Handel erhalten sie ein regelmäßiges Einkommen, das über dem ortsüblichen Lohn liegt. Sie werden bei Krankheit und während des Urlaubs bezahlt und haben eine Art Pensionsversicherung. Außerdem führt Palam eine eigene Schule.

Sie sind hautfreundlich, mild, leicht rückfettend und bewahren die Feuchtigkeit von Haut und Haaren, so dass in der Regel zusätzliche Spülungen nicht mehr notwendig sind. Damit spart man gleich zweimal die Plastikverpackung.

Die kleine Firma für Seifenwaren wurde 2004 gegründet. Heute gehören zum Team von SOAP-n-SCENT in Thailand Frauen und Männer in der Seifenproduktion, aber auch Mitarbeiter/innen für Design, Qualitätskontrolle, Marketing und Einkauf. Der Kontakt zu Rohwaren-Lieferanten wird ebenso gepflegt wie zu den Produzentengruppen für die Verpackung. Ein fairer Preis der Seifen garantiert den überwiegend weiblichen Mitarbeitern den nationalen Mindestlohn ebenso wie den Männern. Auch bei Krankheit wird der Lohn weiter bezahlt, eine Krankenversicherung gibt es ebenso. Insgesamt bietet SOAP-n-SCENT seinen MitarbeiterInnen vorbildliche Arbeitsbedingungen. Die Firma wurde dafür in Thailand ausgezeichnet.

Im Vergleich zu anderen Nüsse enthalten Cashewnüsse relativ wenig Fett, und die enthaltenen Fettsäuren sind überwiegend ungesättigt. Sie sind sehr proteinreich und enthalten viele Vitamine der B-Gruppe. Kein Wunder, dass sie trotz ihres relativ hohen Preises so beliebt sind. 2019 hat Deutschland 60.000 Tonnen Cashewnüsse importiert, das ist fast dreimal so viel wie 2009.

(c) Wikipedia/Abhishek Jacob

Cashews sind die Kerne des Cashewapfels. Jeder Apfel hat nur einen Kern, und der wächst außen, fest verpackt in eine hölzerne Schale.

Der Cashewbaum stammt aus Brasilien. Er wird heute jedoch in vielen tropischen Ländern angebaut, oft in afrikanischen Ländern. Die Verarbeitung findet jedoch meist nicht vor Ort statt. 95 Prozent der Nüsse werden in Indien und Vietnam weiter verarbeitet. Zum Verkauf in Europa werden sie dann wieder zurück transportiert. Dies ist ökologisch und im Bezug auf die Wertschöpfung gar nicht sinnvoll.

Unsere Cashewnüsse werden in den Anbauländern weiter verarbeitet, das heißt von den Äpfeln getrennt, getrocknet, enthäutet und anschließend geröstet oder gedämpft, um sie haltbar zu machen. Danach werden sie nach Größe sortiert und für den Export verpackt. So verbleibt die Wertschöpfung im Anbauland.

Unsere beliebte Großpackung Cashewnüsse kommt aus der Provinz Choluteca im Südosten von Honduras von der Frauenkooperative La Sureñita.

Diese Provinz gehört zu den ärmsten Regionen des mittelamerikanischen Landes. Das trockene Klima erlaubt nur geringen Ackerbau. Die wenigen Einkommensmöglichkeiten stehen fast nur Männern offen. Frauen sind in jeder Hinsicht benachteiligt und müssen ihre Kinder oft ohne Vater großziehen.

La Sureñita ist eine der wenigen Frauenorganisationen des Fairen Handels. Vor ihrer Mitgliedschaft waren die meisten Frauen kaum außerhalb ihres Haushaltes aktiv. Seit vielen Jahren organisieren sie die Arbeit mit Erfolg selbst – vom Aufkauf der Nüsse über die aufwändige Verarbeitung und Verpackung bis hin zur Vermarktung. Aus ihnen sind erfolgreiche Geschäftsfrauen geworden. Durch den Verkauf ihrer Produkte erhalten die Mitglieder ein regelmäßiges Einkommen. Für die Cashewnüsse bezahlt La Sureñita mehr als die kommerziellen Anbieter. Für die Zeit zwischen den Ernten gibt es zinslose Kredite.

Heute bietet La Sureñita eine Vielzahl an Produkten an. Außer den Cashewnüssen selbst werden auch die früher ungenutzten Cashewäpfel zu Saft und Marmelade verarbeitet und im eigenen Land verkauft.

Der Lindwurm wurde 1991 in Leipzig als Werkstatt für Keramik-Gestaltung gegründet. Während einer Asienreise 2014 konnten persönliche Kontakte zur Belegschaft einer kleinen Taschenmanufaktur sowie dem Gründer des Pro Karen Weaving Project in Nordthailand geknüpft werden. Dabei begeisterten Qualität und Farbpalette der Taschen, deren Baumwollstoffe in modernem Design kunstfertig auf 300 Jahre alten Holzwebstühlen gewebt wurden. Auch das soziale Engagement hinter dem Projekt begeisterte. Durchdachte, praktische Schnitte, eine große Farbvielfalt und hochwertige, in bester Qualität verarbeitete Materialien zeichnen alle Dragolina-Taschen aus.

Durch den persönlichen Kontakt zur Werkstatt kann die Einhaltung internationaler Standards zu sozialer Verantwortlichkeit, Umweltschutz und Qualität garantiert werden.

Durch Corona dürfen die Mitarbeiter der Werkstatt nicht mehr arbeiten. Deshalb sind viele der Frauen in ihre Dörfer zurückgekehrt. Die Werkstatt versucht die Frauen zu unterstützen, indem sie ihnen Heimarbeit anbietet und ein Minimum an finanzieller Unterstützung gewährleistet. Dies hilft ihnen, mit ihren Familien zu überleben.

Verschenken Sie mal ein leckeres Lebensmittel-Set aus Fairem Handel! Wir beraten Sie gerne bei der Zusammenstellung oder übernehmen das Richten entsprechend Ihren Wünschen auch gänzlich für Sie.


In diesem Beispiel kommen das Olivenöl und der Pesto aus Palästina, die Roten Linsen aus dem Libanon, der Koriander aus Ägypten… Immer geht es darum, benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu fördern, den kleinen Landwirten ein faires Einkommen zu ermöglichen, einen naturnahen Anbau zu unterstützen und so auch die Landflucht zu verhindern. Zusammen ergeben sie geschmackvolle Geschenkideen!

 

Plastik flutet sprichwörtlich unsere Meere und bedroht sensible Ökosysteme. Die Produkte von MESH können Ihnen dabei helfen, kleine Schritte in eine plastikfreiere Zukunft zu gehen.


MESH (Maximising Employment to Serve the Handicapped) ist eine Fair Trade Organisation aus Indien, die Menschen mit Behinderung und Leprakranke durch sinnvolle Beschäftigung in die Gemeinschaft integriert.  Langfristiges Ziel ist es, den Kleinproduzierenden ein selbstständiges Leben zu ermöglichen, indem ihnen  MESH z.B. eine sichere Anstellung, Aus- oder Weiterbildung und medizinischer Versorgung bietet.
Dabei arbeitet MESH mit 36 Produzentengruppen, beispielsweise mit Rehabilitierungszentren, Selbsthilfegruppen oder eigenständigen Lepragemeinschaften aus 11 indischen Bundesstaaten zusammen. So werden die Produzierenden in ihren kunsthandwerklichen Fähigkeiten geschult und moderne Designs für die Herstellung neuer Produkte zur Verfügung gestellt.
Als Mitglied der World Fair Trade Organisation (WFTO) und des Fair Trade Forum Indiens arbeitet MESH tagtäglich daran, den Fairen Handel in Indien weiterzuentwickeln.

Vor kurzem bekamen wir den Jahresbericht der Kleinbauern-Kooperative Norandino für das Jahr 2020 zugeschickt. Von Norandino im Andenhochland im Norden Perus stammen ganz überwiegend die Kaffeebohnen für unseren Kepler-Kaffee. Außer Kaffee vermarktet Norandino auch Kakao und Rohrohrzucker aus der Produktion der Bauernfamilien. So sind sie nicht ausschließlich auf die Erträge aus der Kaffeeproduktion angewiesen. Der weitaus überwiegende Teil der Produktion ist inzwischen fair gesiegelt und biologisch zertifiziert. Dies ist ein großer Erfolg, denn so steigen die Erlöse für die Bäuerinnen und Bauern beträchtlich.

Insgesamt sind die vermarkteten Mengen jedes Jahr stetig gewachsen. Im Jahr 2020 gab es allerdings einen Rückschlag bei der Kaffeeernte. Ein Teil der Kaffeesträucher ist von einem Schädling befallen, dem Kaffeerost. Dessen Verbreitung wird durch den Klimawandel begünstigt. Auch in Peru wird es immer trockener und heißer. In dieser Situation brauchen die Kaffeebauern in den verstreut liegenden Dörfern ganz besonders die Beratung durch die Kooperative. In besonderen Workshops zum Klimawandel lernen sie, wie sie mit biologischen Mitteln gegen die Schädlinge vorgehen können. Zusätzlich leisten sie durch Aufforstungen mit Waldbäumen ihren eigenen Beitrag gegen den Klimawandel.

Auch von der Corona-Pandemie sind die Menschen schwer getroffen. Die seit langem unterfinanzierte medizinische Infrastruktur in Peru war im vergangenen Jahr völlig überlastet. Sauerstoff beispielsweise musste privat teuer bezahlt werden, was sich viele nicht leisten konnten. Eine soziale Absicherung für Menschen, die aufgrund der Pandemie, beispielsweise durch die Ausgangsbeschränkungen, arbeitslos geworden oder in Not geraten sind, gibt es nicht. Pidecafé trauert besonders um den Geschäftsführer der NGO „Sobrevivir“, Julio Silupu Garcia, der im Sommer an Covid-19 verstarb. „Sobrevivir“ arbeitet bei Gesundheits- und Bildungsprojekten eng mit Pidecafé zusammen.

Einen sehr informativen Einblick in die Situation der peruanischen Kaffeebauern in „unserem“ Kaffeeprojekt gibt das Misereor-Magazin „frings“, das zur Zeit im Laden ausliegt und zum Mitnehmen für Sie bereit liegt.

Online weiterlesen können Sie auch unter www.pidecafe.de

(C) Foto 1 und 2: Kopp/MISEREOR, Foto 3: Pidecafé

Im Norden Thailands in der Stadt Lampang beschäftigt der Keramikbetrieb Sang Arun mehr als 150 Angestellte.

Neben den Familienangehörigen arbeiten hauptsächlich Frauen im Unternehmen. Die Angestellten kommen aus der Gegend um die Stadt Lampang. Ziel des seit 1976 bestehenden Betriebs ist es, die Landflucht zu verhindern. Viele Menschen zieht es in der Hoffnung auf einen höheren Verdienst und bessere Lebensbedingungen in die größeren Städte. Die meisten von ihnen werden enttäuscht. Sang Arun hat es geschafft, den Menschen in ihrer Heimat feste Arbeitsverträge und einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten.

Becher Blumenwiese

Die Kaffeebecher und Espressotassen aus Thailand führen wir in verschiedenen leuchtenden oder zarten Farben. Sie zaubern gute Laune in die Kaffeepause!

Neben dem Angebot einer Tagesbetreuung für die Kinder erhalten die Angestellten im Jahr zwei kostenlose Gesundheitschecks, und sie können an Aufklärungsseminaren teilnehmen. Weiterhin vergibt Sang Arun im Rahmen der Begabtenförderung Stipendien für die Kinder derjenigen Familien, die sich das Schulgeld nicht leisten können.

(Informationen von unserem Fairhandels-Lieferanten El Puente)