Seit vielen Jahren unterstützen wir Shanti Ashram in Coimbatore/Indien im Programm „Malarum Pavai“, einem Gesundheitsprogramm mit Schwerpunkt auf Hygiene und Ernährung für Mädchen zu Beginn der Pubertät. Nun haben wir Rückmeldung zum abgelaufenen Projektzeitraum erhalten, und diese ist vielversprechend!

Das Programm wurde nun auch auf jüngere Klassen (6. und 7. Klasse) ausgeweitet (bisher 8. und 9. Klasse), um Mädchen besser auf die Pubertät vorzubereiten. Durch frühzeitige Abstimmung mit den Schulen werden die Teilnehmerinnenzahlen gezielt gesteuert und die Sessions flexibel angepasst. Darüber hinaus findet jetzt eine Vernetzung von verschiedenen Gesundheitsangeboten statt, d. h. die Teilnehmerinnen an Malarum Pavai haben auch die Möglichkeit, in diesem Rahmen an Seh-Checks, HPV-Impfungen und Anämie-Screenings teilzunehmen.

Insgesamt sorgt die enge Zusammenarbeit von Shanti Ashram mit den beteiligten Schulen für mehr Reichweite und auch parallele Gesundheitsprogramme pro Schule. Die Befragung von Lehrern der beteiligten Schulen bezüglich erkennbarer Resultate der Gesundheitsinitiative ergab ein durchgängig positives Bild und den Wunsch nach Fortsetzung.

Wie geht es weiter? Der nächste Projektzeitraum befindet sich in Planung. Es ist angedacht, die Gesundheitsinitiative auf weitere Schulen und weitere Lehrkräfte auszudehnen sowie Dialogformate für Eltern und Jungen anzubieten. Das Curriculum selbst soll weiter aktualisiert werden. Außerdem ist ein genaueres Monitoring angedacht. Hierzu ist ein verbessertes Follow-up- und Evaluationssystem bereits in der Entwicklung.

Herzlichen Dank an alle, die Malarum Pavai in der Vergangenheit ermöglicht haben!

Im Sinne der Mädchen und zur Fortführung der Initiative wären wir sehr dankbar, wenn ihr das Programm auch weiterhin mit euren Spenden unterstützen könnt! Unten auf dieser Website findet ihr unsere Kontonummer.

¡Hola, me llamo Josué y tengo nueve años!

Im Frühjahr 2025 schickte uns die Direktorin der Bildungseinrichtung CIEP, Charo Vilca Pacheco, ein beeindruckendes Video, in dem ein Schüler seinen Alltag schildert. Josué ist neun Jahre alt und besucht vormittags die örtliche Grundschule und nachmittags CIEP. Seine Hobbies sind Fußball spielen und Lesen, und sein Berufswunsch ist Arzt.

Im Video wird Josué zunächst im Centro Integral Ernesto Pernet (CIEP) gezeigt, wo er uns erzählt, wie sehr ihn CIEP in schulischer und persönlicher Hinsicht unterstützt. Er fühlt sich sehr wohl und hat Freunde gefunden. Neben der Nachhilfe in Spanisch gefällt ihm vor allem die Musik-AG. Auch die psychologische Unterstützung hat ihm sehr geholfen.

So ähnlich sieht das Stadtviertel aus, wo Josué wohnt.

Im Anschluss nimmt uns Josué mit auf den Fußmarsch nach Hause. Seine Mutter Matilde bringt und holt ihren einzigen Sohn aus Sicherheitsgründen immer ab. Zunächst führt der Weg entlang der geteerten Straße, dann biegen sie auf einen Schotterweg ab. Am Ende führt ein schmaler Pfad über mehrere Steine hin zu dem bescheidenen Häuschen der Familie, eher einer Hütte. Ohne fließendes Wasser und mit einer instabilen Stromversorgung leben die junge Mutter (29 Jahre alt) und ihr Sohn in einem einzigen Zimmer. In dem kleinen Außenbereich kann die Solar-Lampe in der Sonne laden, der Hund Toby hat dort Auslauf. Die Großmutter kommt ab und zu vorbei.

Man sieht, dass sich die Mutter bemüht hat, diesen einzigen Raum schön und gemütlich zu gestalten. Die Verhältnisse sind äußerst prekär, denn als Schneiderin hat die Mutter kein regelmäßiges Einkommen, und der Vater, der die Familie verlassen hat, zahlt keinen Unterhalt. Im Gespräch wird deutlich, dass sich die Mutter manchmal von der Situation überfordert fühlt und ihr Sohn mit nur neun Jahren viel Verantwortung übernehmen muss.

Auf dem Schulweg

Im Stadtviertel gibt es Alkoholmissbrauch, Diebstahl und Raub. Deshalb ist die Mutter sehr froh, dass Josué nachmittags die Bildungseinrichtung CIEP besuchen kann. So hat er die Chance, seine Schulnoten zu verbessern sowie seine Talente und Fähigkeiten in dem Zusatzprogramm zu entwickeln. Die professionelle und zuverlässige Betreuung des Sohnes bietet der Mutter auch die Gelegenheit, ab und zu andere Jobs anzunehmen. Es gab im Vorfeld einen Hausbesuch der Direktorin Charo Vilca Pacheco. Sie sah die große finanzielle Not und bot der Mutter an, einmal pro Woche bei CIEP die Räume zu putzen. Diese Hausbesuche werden in diesem Schuljahr verstärkt durchgeführt, auch um die Eltern in ihrem Erziehungsauftrag zu unterstützen.

Mutter und Sohn bedanken sich mit Nachdruck beim Eine-Welt-Laden Weil der Stadt, der durch die Finanzierung der Lehrer/innen und Hilfskräfte die Arbeit des Bildungszentrums überhaupt erst möglich macht. Am Ende gibt es eine kleine Darbietung. Mit sichtlicher Begeisterung rezitiert und „tanzt“ Josué den 23. Psalm der Bibel „Der Herr ist mein Hirte“.

Die Mitglieder des Eine Welt Ladens Weil der Stadt sahen diesen Film bei der Mitgliederversammlung am 12. April 2025 und waren beeindruckt und schockiert von den Lebensverhältnissen der Familie in Paucarpata / Peru. Es ist allen klar geworden, wie wichtig und nachhaltig unser Engagement dort ist.

Im Jahr 2025 überweisen wir knapp 15.000 USD (ca. 13.000 €) an CIEP.

Ruth Faber, Projektpatin, 20.10.2025

 

 

Hier gibt’s ein paar Bilder von unserem Beitrag zum Stadtfest!

Es waren zwei heiße Tage beim Stadtfest! Im Eine-Welt-Laden haben sich viele Interessenten umgesehen. Der Stand mit den unterschiedlichen Mangoprodukten wie Limes, Chutney, Fruchtaufstrich, Essig und natürlich Fruchtgummis fand Zuspruch, aber auch Taschen, Körbe und die sommerlichen Geschirrtücher wurden gekauft.

Draußen auf den Bänken und in den Liegestühlen war es im Schatten geradezu kühl, weil in der Pfarrgasse häufig ein leichter Wind geht. Draußen schmeckten Lemonaid und Mango-Lassi besonders gut!

Und hier noch einmal das begehrte Rezept für Mango-Lassi (für 2 Personen):
150 g Mango-Püree, 150 g Joghurt 1,5% Fett, 150 ml Wasser, 1 gut gehäuften Teelöffel Zucker in einen Mixbecher geben und kräftig aufschlagen. In zwei große Gläser geben und evtl. mit Minze dekorieren. Wer mag, kann auch mit etwas gemahlenem Kardamon würzen.

Das Mango-Püree von den Philippinen bekommt ihr bei uns. Es ist ohne Zusätze und ungeöffnet lange haltbar. Reste kann man gut einfrieren.

Herzlichen Dank an Herrn Schütz für das schöne Jubiläumsplakat!

Unser Verein unterstützt derzeit Projektpartner in Peru und Guatemala (Kontaktsprache Spanisch) und in Indien (Kontaktsprache Englisch).

Zu jeder dieser Partnerorganisationen sollen je zwei Projektpatinnen oder -paten einen zuverlässigen Kontakt pflegen, hauptsächlich über E-Mail.
Die Projektpatinnen treffen sich regelmäßig im Arbeitskreis Projekte zum Austausch und zur Koordination.

Klingt diese Aufgabe interessant für euch?
Habt ihr Fragen dazu?

Dann meldet euch am besten über unsere E-Mail-Adresse bei Günter Hornung, dem Vorsitzenden des Vereins.
Erste Informationen zu den geförderten Projekten findet ihr hier auf unserer Homepage!

Was verbindet die SDGs, die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung mit dir, deinem Leben oder Weil der Stadt? Was kann unser Beitrag zum Klimaschutz, zu fairen Standards in der Arbeitswelt und gegen Hunger und Armut sein?

Bei diesem tollen kreativen Gewinnspiel könnt ihr noch bis zum 30. September teilnehmen! Reicht uns eure Sprüche ein! Näheres auf den Teilnahmekarten, die gibt’s im Laden und in der Tourist-Info. Oder online hier !

Mit dem kleinen Pinguin aus Wollfilz wünscht auch unser Team vom Eine-Welt-Laden euch allen frohe Weihnachtstage und alles Gute im Neuen Jahr!

Wir bedanken uns sehr herzlich für euer Interesse an unserer Arbeit, für eure Besuche in unserem Laden und dafür, dass ihr mit euren Einkäufen zu einer gerechteren Welt beitragt. Besonders bedanken wir uns bei denen, die mit ihren Spenden unsere Vereinsprojekte unterstützt haben und dabei mithelfen, Kindern eine Zukunft zu geben und Erwachsenen ein würdiges Leben zu ermöglichen!

Wir freuen uns darauf, euch nach unserer kleinen Winterpause gesund wiederzusehen!

Euer Ladenteam

Aus Guatemala hat uns der halbjährliche Bericht unseres Projektpartners CEMAYA („Centro de Estudios Maya“) erreicht. In diesem Lern- und Kulturzentrum lernen Kinder und Erwachsene die indigene Sprache Kaqchikel und alte Maya-Techniken des Webens und Musizierens. Außerdem bietet CEMAYA insbesondere jungen indigenen Menschen Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten an.

 

Nun wurde eine neue Lehrerin angestellt. Sie kennt CEMAYA sehr gut, weil sie u.a. hier ausgebildet wurde. Sie konnte auch den Projektleiter Don Rafael in seinen Sprachkursen vertreten, als er im Sommer überraschend durch Krankheit einige Wochen ausfiel. Ansonsten ist sie für den textilen Bereich zuständig. Alle Kurse sind gut besucht.

Auch der beliebte Marimba-Unterricht findet wieder regelmäßig statt. Es ist allerdings sehr schwierig, Teilnehmergebühren für die Kurse zu verlangen, da viele Menschen das Geld dazu einfach nicht haben.

Wie ihr den Bildern entnehmen könnt, herrscht bei CEMAYA eine angenehme und entspannte Atmosphäre. Dank der von uns finanzierten Tische und Sonnenschirme werden inzwischen viele der farbenfrohen Textilien im Freien hergestellt. Die Studierenden im Sprach-, Textil-, Koch- und Musikunterricht sind dankbar für diese Einrichtung. Nach wie vor können auch Schulbücher und andere Bücher ausgeliehen werden.

Wir freuen uns sehr über Spenden für dieses wichtige Projekt, das Einkommensmöglichkeiten für benachteiligte Familien schafft und ihr Selbstbewusstsein als Indigenas stärkt. Aus unseren eigenen Mitteln können wir die notwendige Unterstützung nur teilweise übernehmen.

Zur allgemeinen Lage in Guatemala: Im August wurde mit sehr hoher Wahlbeteiligung der Sozialdemokrat Bernardo Arévalo de León zum neuen Präsidenten gewählt, der sich die Bekämpfung der Korruption zum Ziel gesetzt hat. Die Regierung versucht jedoch mit allen Mitteln, den Machtwechsel zu verhindern. Es gibt Demonstrationen, Streiks und Protestcamps. Durch die Schließung von Märkten haben Tagelöhner ihre Jobs und damit ihre Einnahmen verloren. Die Verteuerung der Grundnahrungsmittel ist enorm. Viele Menschen haben Hunger, Kinder leiden an Mangelernährung. Der Leiter unseres Projektes, Don Rafael, schrieb uns im Oktober: „Niemand weiß, wie es weiter geht, weil weiterhin im ganzen Land gestreikt wird.“ Die Protestierenden nehmen das in Kauf, damit der Weg frei wird für den neuen Präsidenten, in den sie große Hoffnung auf Veränderung setzen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1990 unterstützt unser Verein „Partnerschaft mit der Dritten Welt – EINE-WELT-LADEN“ Sozialprojekte im globalen Süden. Insgesamt waren es 36 Organisationen, die für bessere Lebensverhältnisse arbeiten. Unser Arbeitskreis „Projekte“ hält engen Kontakt zu den Sozialprojekten.

In den ersten Jahren wurden verschiedene Partner kurzzeitig unterstützt. Inzwischen fördern wir seit vielen Jahren kontinuierlich fünf Projekte für Frauen und Kinder in Guatemala, Lesotho, Indien und Peru (dort sind es zwei Projekte). Die Projektpaten des Vereins halten engen persönlichen Kontakt durch E-Mails und Telefonate aufrecht und besprechen die Anliegen der Projektpartner im Arbeitskreis. Alle derzeit geförderten Projekte wurden auch schon von Mitgliedern unseres Vereins – natürlich auf eigene Kosten – besucht.

Das Geld für die Unterstützung kommt aus den Erträgen des Ladens, aus Vereinsbeiträgen und Spenden der über 200 Mitglieder und aus verschiedenen öffentlichen Zuschüssen.

Jetzt hat die Fördersumme seit Gründung des Vereins die Millionengrenze in Euro überschritten: seit 1990 konnten wir unsere Projektpartner mit über 1.011.000 € unterstützen! Darauf sind wir sehr stolz und danken unseren Förderern und Spender*innen von ganzem Herzen!

Aber die Bedürfnisse unserer Partner werden nicht weniger.
Hier zwei Beispiele:

Peru, CIEP

Aus dem Lernzentrum für Kinder CIEP in Paucarpata bei Arequipa, Peru, schrieb uns die Leiterin Charo vor wenigen Wochen:
„In unserem prekären Stadtviertel hat als Folge von Corona die Armut stark zugenommen, ebenso die Kriminalität und der Alkoholmissbrauch. Wir sehen vermehrt Probleme bei den Jugendlichen: Depressionen, Mobbing, starke Handy-Abhängigkeit und familiäre Konflikte. Die jüngeren Kinder haben große Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben und ernsthafte Lernprobleme.
Aber wir haben ein gutes Team von Pädagogen und Psychologen, die gemeinsam mit uns die Kinder, Jugendlichen und Eltern beim Lernen und in ihrer psychischen Gesundheit stärken und begleiten. Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Ziele auch in diesem Jahr erreichen.“ Unser Verein hilft bei der Anschaffung von Lernmaterialien und finanziert mehrere Teilzeitstellen für Sozialarbeiter*innen und Lehrer*innen. Mehr über CIEP hier.

Indien, Shanti Ashram

Vom Dorfentwicklungsprogramm Shanti Ashram in Coimbatore, Tamil Nadu, Indien erreichte uns die Bitte, in den Jahren 2023/24 insgesamt 40 Aufklärungskurse für 2000 Mädchen zu Beginn der Pubertät zu finanzieren. Die Mädchen kommen von verschiedenen Schulen in mehreren Dörfern, in denen Shanti Ashram arbeitet.
Die Mädchen lernen in den Kursen grundlegende Dinge über ihren Körper und seine Entwicklung, über Hygiene und gesunde Ernährung, aber auch über Kinderrechte und sexuelle Selbstbestimmung. Den immer noch häufigen Kinder-Ehen und Teenager-Schwangerschaften soll so begegnet werden. Unser Verein unterstützt diese Kurse seit mehreren Jahren. In den Jahren 2021/22 haben wir Kurse für 1784 Mädchen finanziert. Mehr über Shanti Ashram hier

Wir freuen uns sehr über Unterstützung unserer Projekte!
Das Spendenkonto des Vereins findet ihr unten auf unserer Homepage.

Möchtet ihr fair gehandelte Waren verkaufen? Oder Neues über den fairen Handel erfahren und weitergeben? Dann macht mit in unserem Eine-Welt-Laden in Weil der Stadt! Wir suchen freundliche und engagierte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Verkauf und die Öffentlichkeitsarbeit – einmal wöchentlich oder 14tägig. Wollt ihr mehr dazu wissen? Schreibt uns eine Mail an eine-welt-laden@gmx.de oder meldet euch telefonisch unter 07033-6640 oder 07033-6232.