Beiträge

Unser Verein unterstützt seit langem die Fraueninitiative El Pozo in Lima/Peru. Bei unseren Projekten könnt ihr mehr darüber lesen. Wir erhalten von El Pozo ausführliche Berichte über ihre Arbeit. Darunter sind auch Fallgeschichten wie die beeindruckende Lebensgeschichte von Señora M.

Wenn ihr El Pozo unterstützen möchtet, freuen wir uns sehr über eine Spende auf unser Vereinskonto! Und hier die Geschichte:

Als Señora M. im Jahr 2001 El Pozo kennenlernte, war sie seit etwa zwei Jahren im Sexgewerbe tätig – eine junge Frau voller Unsicherheit und mit geringem Selbstwertgefühl. Sie war in der Ausbildung zur Pharmazeutisch-Technischen Assistentin und hatte Schwierigkeiten, die monatlichen Ausbildungskosten zu bezahlen. El Pozo unterstützte sie mit einem Teil der Finanzierung. Die psychologische und soziale Unterstützung war entscheidend für die Stärkung ihrer persönlichen Fähigkeiten.

Selbsthilfegruppe im Gespräch bei El Pozo

Trotzdem reichte ihr Verdienst nicht aus, um ihren Lebensunterhalt zu decken, denn sie hatte eine kleine Tochter und musste außerdem zum Einkommen der Eltern beitragen. El Pozo schlug ihr vor, an einem Maniküre- und Pedikürekurs der Stadtverwaltung Lima teilzunehmen. Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses erhielt sie das Angebot, als Lehrerin bei der Stadtverwaltung zu arbeiten. Dort arbeitete sie zehn Jahre lang in Teilzeit. Gleichzeitig gab sie private Manikürekurse.

2024 und 2025 absolvierte Señora M. eine Ausbildung zur Podologin/Fußpflegerin. Sie beschloss, auch häusliche Pflege anzubieten und etablierte sich in ihrer Gemeinde nach und nach als zuverlässige und zuvorkommende Fachkraft. In den letzten Monaten hat sie ihr Angebot um personalisierte Maniküre- und Pediküretechniken erweitert. Sie teilt nun ihr Wissen mit anderen Frauen und hilft ihnen so zu mehr wirtschaftlicher Unabhängigkeit.

Ein Fest bei El Pozo

Señora M.s Geschichte zeigt, welch positive Wirkung El Pozo im Leben von Frauen hat. Es ist eine schwierige Aufgabe, ein gewalttätiges Umfeld zu verlassen, in dem Misstrauen und Selbstzweifel vorherrschen. El Pozo leistet dabei professionelle und erfolgreiche Unterstützung.

In einem ausführlichen Interview mit Angela Fradegradi haben die CIEP-Projektpatinnen über den Stand der Zusammenarbeit mit unserem Förderprojekt CIEP in Paucarpata, Peru berichtet. Das Interview findet ihr hier auf unserer Homepage im Kapitel Projekte-CIEP, oder ihr klickt einfach auf diesen Link.

Seit seiner Gründung im Jahr 1990 unterstützt unser Verein „Partnerschaft mit der Dritten Welt – EINE-WELT-LADEN“ Sozialprojekte im globalen Süden. Insgesamt waren es 36 Organisationen, die für bessere Lebensverhältnisse arbeiten. Unser Arbeitskreis „Projekte“ hält engen Kontakt zu den Sozialprojekten.

In den ersten Jahren wurden verschiedene Partner kurzzeitig unterstützt. Inzwischen fördern wir seit vielen Jahren kontinuierlich fünf Projekte für Frauen und Kinder in Guatemala, Lesotho, Indien und Peru (dort sind es zwei Projekte). Die Projektpaten des Vereins halten engen persönlichen Kontakt durch E-Mails und Telefonate aufrecht und besprechen die Anliegen der Projektpartner im Arbeitskreis. Alle derzeit geförderten Projekte wurden auch schon von Mitgliedern unseres Vereins – natürlich auf eigene Kosten – besucht.

Das Geld für die Unterstützung kommt aus den Erträgen des Ladens, aus Vereinsbeiträgen und Spenden der über 200 Mitglieder und aus verschiedenen öffentlichen Zuschüssen.

Jetzt hat die Fördersumme seit Gründung des Vereins die Millionengrenze in Euro überschritten: seit 1990 konnten wir unsere Projektpartner mit über 1.011.000 € unterstützen! Darauf sind wir sehr stolz und danken unseren Förderern und Spender*innen von ganzem Herzen!

Aber die Bedürfnisse unserer Partner werden nicht weniger.
Hier zwei Beispiele:

Peru, CIEP

Aus dem Lernzentrum für Kinder CIEP in Paucarpata bei Arequipa, Peru, schrieb uns die Leiterin Charo vor wenigen Wochen:
„In unserem prekären Stadtviertel hat als Folge von Corona die Armut stark zugenommen, ebenso die Kriminalität und der Alkoholmissbrauch. Wir sehen vermehrt Probleme bei den Jugendlichen: Depressionen, Mobbing, starke Handy-Abhängigkeit und familiäre Konflikte. Die jüngeren Kinder haben große Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben und ernsthafte Lernprobleme.
Aber wir haben ein gutes Team von Pädagogen und Psychologen, die gemeinsam mit uns die Kinder, Jugendlichen und Eltern beim Lernen und in ihrer psychischen Gesundheit stärken und begleiten. Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Ziele auch in diesem Jahr erreichen.“ Unser Verein hilft bei der Anschaffung von Lernmaterialien und finanziert mehrere Teilzeitstellen für Sozialarbeiter*innen und Lehrer*innen. Mehr über CIEP hier.

Indien, Shanti Ashram

Vom Dorfentwicklungsprogramm Shanti Ashram in Coimbatore, Tamil Nadu, Indien erreichte uns die Bitte, in den Jahren 2023/24 insgesamt 40 Aufklärungskurse für 2000 Mädchen zu Beginn der Pubertät zu finanzieren. Die Mädchen kommen von verschiedenen Schulen in mehreren Dörfern, in denen Shanti Ashram arbeitet.
Die Mädchen lernen in den Kursen grundlegende Dinge über ihren Körper und seine Entwicklung, über Hygiene und gesunde Ernährung, aber auch über Kinderrechte und sexuelle Selbstbestimmung. Den immer noch häufigen Kinder-Ehen und Teenager-Schwangerschaften soll so begegnet werden. Unser Verein unterstützt diese Kurse seit mehreren Jahren. In den Jahren 2021/22 haben wir Kurse für 1784 Mädchen finanziert. Mehr über Shanti Ashram hier

Wir freuen uns sehr über Unterstützung unserer Projekte!
Das Spendenkonto des Vereins findet ihr unten auf unserer Homepage.

Weil der Stadt ist Fasnets-Hochburg!

Und darum haben wir für alle Narren Fasnetskaffee!
Für Freundinnen und Freunde von kräftig geröstetem Kaffee gibt es den Kaffee Aha:
Kaffee Aha ist unser Hit,
hält alle Narren frisch und fit!

Die Peru-Freunde trinken besonders gern den Kepler-Kaffee im Fasnetsgewand. Denn aus Peru kommen die meisten Bohnen für diesen Kaffee.

Em Laden von dr Oina Welt
man diesen Kaffee jetzt erhält!

Ond so wirds älle Narre klar:
dr Kepler war a Fasnets-Narr!
Fair-zaubere dät’n Wolfgang Schütz
mit dem berühmten Zeichner-Witz.

Dr Kaffeebauer von Peru
ja, der ruft laut AHA! dadezu,
er kriegt sei Geld ond muss net banga,
ond d’Kinder könnet zr Schule ganga.

Probiert’n en dr Fasnetszeit,
den beschte Kaffee weit ond breit,
ond lobt au amol die fair-rückte Stadt, 
die wo en Fasnets-Kaffee hat!

Und für die Reingeschmeckten hier noch die hochdeutsche Version:

Im Laden von der Einen Welt
man diesen Kaffee jetzt erhält.

Da wird es allen Narren klar:
der Kepler war ein Fasnets-Narr!
Fair-zaubern tat ihn Wolfgang Schütz
mit dem berühmten Zeichner-Witz.

Der Kaffeebauer aus Peru,
ja, der ruft laut AHA! dazu.
dank Kepler können, oh wie schön,
seine Kinder in die Schule gehn

Probiert ihn in der Fasnetszeit,
den besten Kaffee weit und breit,
und lobt unsre fair-rückte Stadt,
die einen Fasnets-Kaffee hat!

Der prekäre Distrikt Comas am Rande von Lima, Peru, ist geprägt durch einen hohen Anteil von Migranten aus Venezuela und Kuba. Viele Menschen leben unterhalb der Armutsschwelle. Hier hat unser Projektpartner “El Pozo” ein wichtiges Projekt durchgeführt:

In einer Reihe von Workshops wurden 24 Frauen aus 13 sozialen Organisationen des Distrikts Comas zu Expertinnen bei der Verhinderung von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung ausgebildet. In sechs großen staatlichen Schulen (das sind Schulen, die eher von Familien mit geringem Einkommen besucht werden) wurden engagierte Schülerinnen und Schüler gleichfalls zu Multiplikatoren bei der Verhütung von Menschenhandel ausgebildet.

Die Personal- und Sachkosten des Projekts wurden auf unseren Antrag hin zu 75% aus einem Fonds der Bundesregierung und zu 25% aus Mitteln des Eine-Welt-Ladens finanziert. Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen, die mit ihren Spenden dieses Projekt unterstützt haben!

Einen ausführlichen Bericht finden Sie unter „El Pozo“ im Abschnitt „Projekte“

In unserem Förderprojekt Centro Integral Esteban Pernet (CIEP) in Paucarpata bei Arequipa, Peru, werden Kinder und Jugendliche aus einem armen Stadtviertel nachmittags betreut, bei den Schulaufgaben begleitet, bekommen Förderunterricht und können an Kursen wie Musik, Tanz und anderen Aktivitäten teilnehmen.

Die langen Schulschließungen während der Corona-Zeit haben die Arbeit bei CIEP jedoch sehr erschwert – gleichzeitig ist es nötiger denn je, die Kinder und Jugendlichen seelisch und schulisch zu unterstützen. Die gewohnten Aktivitäten bei CIEP konnten inzwischen wieder aufgenommen werden. Viele Kinder leiden jedoch inzwischen unter psychischen Problemen, auch weil während des langen Lockdowns das familiäre Umfeld den Kindern oft wenig Halt bieten konnte. Die Quote der Schulabbrecher ist sehr stark gestiegen. Die früher erfolgreichen Bemühungen von CIEP um bessere schulische Bildung der betreuten Kinder und Jugendlichen sind gefährdet.

CIEP braucht dringend Unterstützung! Bitte helft mit, dass möglichst vielen Kindern und Jugendlichen ein aussichtsreicher Start ins Erwachsenenleben gelingt!

Die Frauen unserer Partnerorganisation EL POZO in Lima, Peru, haben mit dem Projekt „Frauen gegen sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel“ begonnen. Sie konzentrieren sich dabei auf Comas, einen Distrikt der Hauptstadt Lima mit einem großen Anteil von Immigranten aus Venezuela und dementsprechend hoher Armutsrate. 

An den Workshops nehmen Frauen aus 13 sozialen Organisationen und ältere Jugendliche aus sechs Schulen teil. In den Workshops werden Präventionsmaßnahmen gegen Prostitution, sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel entwickelt. Gemeinsam wurde jeweils ein Leitfaden für die Frauen und für die Jugendlichen erstellt, der nun auf seine Tauglichkeit als Abwehrinstrument überprüft wird. Die TeilnehmerInnen sollen anschließend als Multiplikatorinnen wirken. 

Dank der Unterstützung aus Deutschland können sowohl Masken und Desinfektionsmittel finanziert werden als auch Mittagessen, Erfrischungen und die Kosten öffentlicher Verkehrsmittel für die TeilnehmerInnen. 

Im neuen Jahr 2022 haben unsere Projektpartnerinnen von El Pozo in Lima, Peru, ein größeres Präventionsprojekt gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung begonnen. Es konzentriert sich auf den prekären Bezirk Comas im Norden Limas. Die Bevölkerung dieses Bezirks lebt in großer materieller Armut, ohne gesichertes Trinkwasser, ohne Abwassersystem. Das Leben wird bestimmt von Arbeitslosigkeit, von Banden, Drogen und Gewalt. Viele Jugendliche stammen aus instabilen Familien und sind daher besonders der Gefahr des Menschenhandels und der Prostitution ausgesetzt.
El Pozo will sozial engagierte Frauen und aktive Schülerinnen und Schüler zweier Sekundarschulen ansprechen und zu Multiplikatorinnen ausbilden. Sie sollen zunächst Strategien zur Verhütung und Aufdeckung von Situationen von Zwangsprostitution und Menschenhandel entwickeln und dann Maßnahmen ergreifen, um in ihrem Umfeld dagegen zu wirken.
Das Projekt wird überwiegend aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit finanziert. Einen Eigenanteil von 25% muss allerdings unser Verein tragen. Wir freuen uns daher sehr über Spenden für dieses Vorhaben. Fragen beantworten wir gerne. Schreiben Sie uns eine Mail oder wenden Sie sich an den Projektpaten!

 

Von unserem Partnerprojekt El Pozo erreichten uns am 26. Dezember viele gute Wünsche zu Weihnachten und zum Neuen Jahr. Die Mitarbeiterinnen der NGO hielten Plakate mit ihren Wünschen hoch. Viel Gesundheit, Glück, Liebe, Einigkeit, Hoffnung, gute Erfahrungen, neue Chancen und …

Felices Fiestas!
Ein frohes Fest!

Noch immer wütet die Pandemie in Peru, Lebensmittel sind teurer geworden, und viele Menschen sind immer noch existenziell auf Hilfe angewiesen, weil sie zur Zeit nichts verdienen können.

Die Leiterin des Kinder- und Jugendzentrums CIEP in Paucarpata/Arequipa möchte 15 besonders arme Familien, deren Kinder das Zentrum besuchen, mit den notwendigsten Lebensmitteln (u.a. Reis, Linsen, Bohnen, Quinua, Eier, Milch, Quark) unterstützen. Außerdem sollen die Kinder und Jugendlichen über Handys am Unterricht teilnehmen können und brauchen Hilfe bei den laufenden Kosten. Pro Monat und Familie werden etwa 45,- € gebraucht. Wir möchten helfen und bitten um Ihre Hilfe! Unser Konto für steuerabzugsfähige Spenden finden Sie unten auf unserer Homepage.